Jan 7, 2019
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II. Treffen der europäischen Muslime“ in Köln mit Islamisten

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II. Treffen der europäischen Muslime“ in Köln mit Islamisten

Nach einem Bericht des „Kölner Stadt-Anzeigers“ nahmen am Treffen der Muslime in Köln auch führende Vertreter der Muslimbrüder teil. Dabei wurde über die Zukunft der Muslime in Europa diskutiert. Sicherheitsbehörden warnen vor der ägyptischen Organisation.
Neue Kritik gegen den Moscheen-Verband Ditib. Das Treffen in Köln vom 2. bis 4. Januar fand unter dem Titel „II. Treffen der europäischen Muslime“ statt. Veranstaltet wurde sie von DITIB gemeinsam mit der Religionsbehörde Diyanet der türkischen Regierung. Unter den über 100 Gästen befanden sich laut dem Kölner Stadt-Anzeiger auch zwei Muslimbrüder. Ein Sprecher der DITIB sagte der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage, es sei wichtig, mit allen „gesellschaftlich relevanten Gruppen im Austausch“ zu bleiben. Zwei Teilnehmer von der Muslimbruderschaft seien identifiziert worden, „die den Muslimbrüdern und damit radikalen Islamisten zugerechnet werden“. Dies bestätigte der NRW-Verfassungsschutz.
DITIB ist der größte Moscheeverband in Deutschland. Dem Verband wird vorgeworfen, von Ankara aus gelenkt zu werden. Im Zuge der deutschen Islamkonferenz wurde diskutiert, wie mehr Imame in Deutschland ausgebildet werden könnten, damit die Türkei weniger Imame nach Deutschland entsendet. Gefordert wurde auch eine Steuer für gläubige Muslime, um die islamischen Gemeinden unabhängiger vom Ausland zu machen.
Die Konferenz in Köln befasste sich mit den Themen „Zukunft der Muslime in Europa: Chancen und Risiken“, „Strukturelle Probleme von islamischen Institutionen in Europa und rechtliche Prozesse“, „Negative Auswirkungen religiös motivierter Bewegungen auf Muslime“, „Flüchtlinge und Konstruktion der Identität einer neuen muslimischen Generation: islamische Religionspädagogik“ und „Strategien gegen negative Wahrnehmung des Islams in den europäischen Medien“.
Sorge um zunehmende Islamophobie 
In einer Abschlusserklärung auf der Webseite der DITIB wird festgehalten, dass „die Muslime, deren Wurzeln bis in die Tiefen der Geschichte nach Europa hineinreichen, (…) auch heutzutage ein untrennbarer Teil des europäischen Kontinents [sind]. (…) Folglich können Diskriminierungen im Bereich der Rechte; Nachlässigkeiten im Bereich der Verantwortungen; Ausgrenzungen im Bereich der Teilhabe am Leben und der Teilhabe in der Gestaltung der Zukunft sowie social engineering keineswegs akzeptiert werden“. Als besonders besorgniserregend wird die Islamophobie herausgestellt, die „eine faktische und tätliche Dimension erreicht hat“. Selbst Kinder würden Opfer von Anfeindungen und Gewalt. 

Es werden Terrororganisationen erwähnt, die islamische Begriffe missbrauchen. Die Muslimbrüder, die ihren Ursprung in Ägypten haben, tauchen hier nicht auf. Das Erkennungsmerkmal der Muslimbrüder sind vier ausgestreckte Finger einer Hand.

Sicherheitsbehörden warnen vor wachsender Anhängerschaft der Muslimbrüder

Sicherheitsbehörden in Deutschland gehen von einer wachsenden Zahl von Anhängern der Muslimbrüder (von über 1.000) aus, besonders im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Zu ihrem Netzwerk gehören 14 Moscheevereine, 109 radikale Gebetshäuser sowie 50 islamische Zentren. Die zentrale Stelle ist die „Islamische Gemeinschaft in Deutschland e.V.“ (IGD) in Köln. Die Gefahr, die von den Muslimbrüdern ausgehe, sei viel größer als die durch die Salafisten, so der NRW-Verfassungsschützer, Burkhard Freier, gegenüber dem Focus

Die IGD und das Netzwerk kooperierender Organisationen verfolgen trotz gegenteiliger Beteuerungen vor allem eines: die Errichtung islamischer Gottesstaaten und in letzter Konsequenz auch in Deutschland. 

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